Akupunktur

Neben der traditionellen chinesischen Akupunktur (TCM) kommen weitere Techniken zum Einsatz:

YNSA (japanische Schädelakupunktur nach Yamamoto)

Triggerakupunktur

Auriculomedizin (Ohrakupunktur)

Dauerakupunktur Körper und Ohr

Die Reizung sogenannter Meridianpunkte stellt die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt dar. Dabei gebührt den Chinesen das Verdienst, vor einigen tausend Jahren entdeckt zu haben, daß über spezielle Punkte an der Körperoberfläche Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden können. Es gibt verschiedene Verfahren, auf diese Punkte einzuwirken. Sticht man mit Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur.

 Akupunktur ist eine komplikationsarme Methode und mit allen anderen Therapieformen gut zu kombinieren.Folgende Schmerzzustände sind im allgemeinen gute Akupunkturindikationen:Wirbelsäulenschmerz, Gelenkschmezen allgemein, Impingement-Syndrom der Schulter, Tennisellbogen, Spannungskopfschmerz.

Seit 01.01.2007 übernehmen alle Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zuzahlungsfrei die Kosten einer Akupunkturbehandlung zur Schmerztherapie unter folgenden Voraussetzungen:
   Behandlungsfall Gonarthrose (chronischer Kniegelenksverschleiß)
   Behandlungsfall chronischer Verschleiß der Lendenwirbelsäule
   Weitere Diagnosen fallen nicht unter den Behandlungsfall und sind somit keine Leistung der GKV
   Maximal 10 Sitzungen pro Behandlungsfall pro Jahr
   Die 10 Sitzungen sind innerhalb von 6 Wochen durchzuführen
   Die Behandlung ist nach der Methode der TCM durchzuführen
   Behandlungszeit 20 Minuten pro Sitzung
   12-15 Nadeln pro Sitzung
   Der Akupunkteur muß eine von der Ärztekammer anerkannte Ausbildung nachweisen.

Und nun?

Versicherte der GKV haben zumindest kurzfristig einen Vorteil, wenn sie unter einer Gonarthrose oder einem chronischen LWS-Syndrom leiden. Langfristig könnte aber die Akupunktur selbst der Verlierer sein. Denn die geforderte reine Akupunktur-Ausbildungszeit wurde gegenüber dem früheren B-Diplom um 150 Stunden reduziert und damit fast halbiert und die Vergütung der teilnehmenden Ärzte wurde etwa in gleichem Maße abgesenkt. Erinnern Sie sich an Ihr Gastmahl! Weniger Zutaten, weniger Zeit, weniger Erfahrung. Klingt das nicht eher nach einer Instant-Suppe?

Bei Mitgliedern einer Privaten Krankenversicherung (PKV) werden die Kosten einer Akupunkturbehandlung nach GOÄ-Ziffer 269a in aller Regel übernommen. Der behandelnde Arzt hat der PKV gegenüber (leider) keine Nachweispflicht über seinen Ausbildungsstand.

Wenn Sie (GKV, PKV) sich einer Akupunkturbehandlung unterziehen möchten, könnte es also empfehlenswert und vertrauensbildend sein, sich über Ausbildungsart und -umfang des behandelnden Arztes zu informieren.

 Wünschen Sie eine Akupunkturbehandlung, die nicht von Ihrer KV abgedeckt ist, so kann sie im Rahmen einer sogenannten Individuellen ?Gesundheitsleistung, kurz IGeL durchgeführt werden.

Häufige Diagnosen für eine IGeL-Akupunktur (Kostenträger ist der GKV/PKV Patient):

   Schmerztherapie (GKV): Migräne, HWS-Syndrom, Impingementsyndrom der Schulter, Tennisellenbogen?
   Suchtentwöhnung (GKV/PKV): Nikotin, Eßstörung
   Schwindel, Tinnitus (GKV/PKV)?
   Lähmung nach Schlaganfall (GKV/PKV)
   Allergien (GKV/PKV)

 

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