Faszien-Therapie

Fasziendistorsionsmodell

Bei Verletzungen kommt es zu Veränderungen in den faszialen Strukturen des Stütz- und Bewegungsapparates, die Ursache vieler Beschwerden sein können. Das Fasziendistorsionsmodell (lat. Fascia=Bündel, Distorsio= Verdrehung) ist ein modernes, eigenständiges Diagnose- und Behandlungssystem, das auf einem völlig neuen Modell medizinischen Denkens beruht. Das Vertrauen des Arztes auf die Eigenwahrnehmung des Patienten und sein persönliches Schmerzempfinden ist die eigentliche Grundlage jeder FDM-Behandlung. Dabei spielt die Beschreibung der Beschwerden, die Wortwahl und die Körpersprache eine große Rolle. S. Typaldos entwickelte das FDM, als er sowohl als Arzt, Osteopath, und auch selbst als Patient unter der mangelnden Effektivität von herkömmlichen Behandlungsverfahren bei Beschwerden und Behinderungen des Bewegungsapparates litt. Er erkannte bei seinen Patienten, die unter den verschiedensten medizinischen Diagnosen litten, stets wiederkehrende Muster in der Art der Beschreibung der Beschwerden, sowohl bezüglich der Wortwahl, als auch in Bezug auf die Körpersprache. So fand er spezifische Fasziendistorsionen, die zu weltweit reproduzierbaren Beschreibungsmustern führen, weil sich jede Distorsion unterschiedlich anfühlt. Der Arzt hört dem Patienten zu, sieht ihn an, nimmt ihn wahr. Hören, Sehen, Vertrauen. Nach einem persönlichen Gespräch über Ihre bisherige Krankengeschichte (Anamnese) werden vorhandene bildgebende Befunde gesichtet oder veranlasst; danach folgt eine spezielle körperliche Untersuchung, die auch dazu dient, bestimmte Erkrankungen auszuschließen, die nicht mittels FDM behandelt werden können. Die FDM-Therapie ist sehr pragmatisch und erfolgt überwiegend manuell durch spezifische Handgriffe; die hands on-Techniken sind gut verträglich, für manche Patienten zum Teil recht schmerzhaft, die Resultate dafür aber umso überzeugender. Sportverletzungen und auch chronische Beschwerden, die schon seit längerer Zeit bestehen oder nur sehr langsam heilen, sind meist effektiv zu therapieren.

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